Rund um die Welt! - Unsere Amateurfunk AG

 

Wir, die Schüler der Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn, dürfen uns zu den wenigen zählen, die sich mit Menschen quer über den Globus unterhalten können. Wie das geht?? ...

Der Amateurfunk macht es möglich!... 

 

Wie ist das möglich? Unser Lehrer und Funkamateur Herr Andreas Sürig eröffnete 2010 eine Funkamateur AG für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 7 und 8, in der wir das Funken mit unterschiedlichen Gerätschaften erlernen, um uns so als eine neue Generationsgruppe an dieses seltene Hobby anzunähern. Herr Sürig brachte zu seiner Unterstützung den Funkamateur Herrn Martin Köhler mit in die Gemeinschaft der AG.

 


 

 

Was machen wir? Zusammen erlernen wir nicht nur praktische Funkprozesse, sondern auch ein theoretisches Grundwissen. Dieses beinhaltet unter anderem informatische und technische Abläufe, die beim Funkprozess vollzogen werden sowie auch wichtige Funkbegriffe (Q-Codes) und englische Grundbegriffe.

 

 

Was bringt uns die AG in der Schule? Dieses Wissen erleichtert uns den Umgang mit den uns bekannten Formeln im Mathematikunterricht, außerdem kennen wir im Physik- und Technik-Unterricht bestimmte Bauteile sowie auch physikalisch-technischen Gesetze. Wir begreifen diese Bereiche nicht nur in der Theorie, sondern wenden es auch beim Bauen von Radios, Blinkern oder anderen Bausätzen an. Diese bekommen wir als Schüler für kleines Geld, bauen diese mit Hilfe unserer Lehrer und Mitschüler zusammen und können diese im Nachhinein mit nach Hause nehmen oder auch verschenken.

 

 

Wie steht die Schule dazu? Auch von den anderen Lehrern kommt Unterstützung und Zuspruch. Was uns ganz stolz macht und auch motiviert ist, dass unser Schulleiter Hans Ruthmann selbst das Interesse für das Amateurfunken gewann und sich selbst der Prüfung für die Lizenz gestellt hat. Dies ist nicht nur schön für uns, sondern für Herrn Ruthmann selbst auch, denn nun kann er sich auf seinen Segeltörns mit ausländischen Leuten unterhalten und auch Bilder nach Hause an Funkamateure oder an uns Schüler senden. Er ist unter dem Rufzeichen DO9HRB zu hören.

 

Was ist ein Rufzeichen? Ein Rufzeichen ist zu vergleichen mit einem Autokennzeichen, man kann erkennen, wem das Rufzeichen gehört und woher er kommt. Über eine Online-Datenbank kann man Rufzeichen abfragen und eine Postkarte an denjenigen schicken (QSL-Karten). Auch unsere Schule besitzt ein Rufzeichen, dies lautet DLØGEK. Damit auch jeder auf der ganzen Welt die Aussprache der Rufzeichen versteht, nutzen wird das Nato-Alphabe,t bei dem einzelne Buchstaben zu Worten werden (Delta Lima Null Golf Echo Kilo).

 

Dieses Alphabet lernten wir schon zu Beginn von unseren beiden Amateurfunkausbildern, Andreas Sürig (DK1SA) und Martin Köhler(DL1DCT), noch vor dem Benutzen des Gerätes. Wir Schüler haben auch die Möglichkeit, durch eine Prüfung ein Rufzeichen zu erwerben.

 

Was für Vorkenntnisse sind gefordert? Entscheidend für das Gespräch sind Englisch-Kenntnisse, es ist ja nun mal so, als wenn wir in ein anderes Land reisen würden. Das ist natürlich sehr hilfreich bei dem Erlernen der Sprache selbst, denn hier wenden wir sie direkt an. Dabei ist es nicht schlimm, wenn wir uns mal versprechen, die falsche Zeitform verwenden oder uns bei einer Übersetzung nicht ganz sicher sind, denn es sind Leute um einem herum, die helfen können und die meisten Funkamateure, mit denen man sich gerade unterhält, sind da recht offen und helfen uns auch gerne weiter.

 

 

Findet das Funken nur in den Unterrichtstunden statt? Nein, wir funken nicht nur im Unterricht, sondern beteiligen uns auch an Veranstaltungen sowie auch an Wettbewerben, häufig finden diese samstags gegen Abend statt oder auch mal die ganze Nacht hindurch. Unteranderem haben wir den „Europatag der Schulen“, bei dem konkurrieren wir als Schule mit anderen Schulen aus ganz Europa! Bei diesem Contest (so nennt der Funkamateur den Wettkampf) erreichten wir im ersten Jahr den 5. Platz und in dem darauffolgenden Jahr bereits den 4. Platz. Ein starker Einstieg!

 

Eine weitere [außerschulische] Veranstaltung ist die „Amateurfunk-Nacht“, in der wir uns für eine Nacht in der Schule treffen und uns zusammen am Amateurfunken beteiligen. Um uns wach zu halten, beschäftigen wir uns neben dem Funken auch mit Folgendem: im Mai.2013 haben wir uns ferngesteuerte Fahrzeuge mitgebracht und diese durch ein Parcours gesteuert, als besondere Herausforderung haben wir den Fahrern die Augen verbunden. Durch die Hilfe eines „Steuermannes“, der gegenüber stand, musste dem Parcours gefolgt werden. Dieses ist nicht so einfach, weil oft links und rechts vertauscht wurde. Wir haben auch an Bausätzen gebaut und natürlich zusammen gefunkt! Bei diesen Nächten lassen wir unserer Phantasie freien Lauf. Ganz nebenbei üben wir uns dabei in Geduld und schulen unsere Teamfähigkeit. Gegen den Hunger und Durst wird immer reichlich gegrillt und es stehen verschiedene Getränke zu Verfügung. Schwächelt doch mal einer, werden die anliegenden Klassenräume zum Schlafraum umfunktioniert. Bei den ganzen Veranstaltungen werden wir zahlreich von Funkamateuren unterstützt, die zeitweise vorbeischauen wollen und uns Tipps und Kniffe beim Funken geben.

 

Als Einstieg in den Amateurfunk ist es auch möglich eine Hörerlizenz zu machen.

 

Der einzige Unterschied ist das man nicht senden darf. Diese Lizenzprüfung haben im letzten Jahr 5 Schüler erfolgreich abgelegt!

Wir freuen uns jedes Mal auf neue Mitschüler, die Lust und Interesse haben der Amateurfunk-AG beizutreten.

Schau auch du mal rein!!! Gäste sind immer erwünscht, auch wenn du nicht an unserer Schule bist.

 

Die Schüler und Ausbilder der Amateurfunk-AG DLØGEK.

VY73 ES 55 (Sehr viele Grüße und viel Erfolg)